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  Rita Falk: Schweinskopf al dente
 

Dem Eberhofer sein dritter Fall

Der Eberhofer ist zurück! Und nach der dienstlichen Beförderung heißt er jetzt Kommissar Eberhofer. Fein! Zwar erlebt er am Anfang der Handlung nicht die besten Tage seines Lebens, weil es nämlich die Fastenzeit ist und sich die Oma mit ihrer sonst unschlagbaren Kochkunst streng daran hält, aber er wird es überstehen. Es gibt schließlich auch noch das ein oder andere Lokal in Niederkaltenkirchen, das sich um seine Stammkunden kümmert.

Ein Kriminalfall darf nicht fehlen. Er wird angedeutet, nimmt aber noch nicht viel Platz in der Erzählung ein und man kann noch nicht ahnen, wo er uns hinführen wird. Der Franz will den Fall erst auch nicht ernst nehmen. Er hat ohnehin viel zu tun, bekommt immer Besuche oder ist selber zu Besuch, muss babysitten oder mit der Oma und anderen Pilgern nach Altötting fahren. Da gibt es keine Zeit für Ermittlungen. Und der Verbrecher nutzt es völlig zu seinem Vorteil!

Alle Figuren haben etwas Komisches an sich und das ist gut so, so ist es im Sinne der Autorin. Es wird kein richtiger, blutiger und gewaltiger Krimi erzählt, sondern ein Regionalkrimi, mit allem, was dazu gehört: lokales Kolorit, buntes Boarisch, viel Bier und einfacher Humor. Der Fall selber läuft ganz am Rande. Ein Schweinskopf ist allerdings vorhanden, und zwar nicht als eins der Gerichte der Oma.

Aber es wird schon spannend, wie wir es aus den früheren Fällen kennen, die im verschlafenen Niederkaltenkirchen passierten und von Franz Eberhofer mit Bravour geknackt wurden.

Das Buch liest sich schnell und ist lustig. Das bayrische Flair finde ich einfach super! Auch die Szenen, wo fast das ganze Dorf einen Urlaub in Italien macht, und das nicht einfach so, sondern um Franz mit seiner Susi wieder zusammenzuführen, sind humorvoll und lebensgetreu geschrieben. Man sieht ja förmlich diesen alten VW-Bus, diesen vietnamesischen Bazar an der italienischen Grenze, diese tollen Disko-(Macho)Kerle.

Die Situation wird langsam spannend und sogar krimimäßig. Der Täter ist eben nicht zu unterschätzen. Aber der tapfere Eberhofer zeigte uns seine besten (Dienst-)Eigenschaften und der böse Küstner wurde besiegt! Es ging einfach nicht ohne einige Extras wie die K.O.-Tropfen auf der Pizza, die gefährliche Schießerei und eben alle Pipapo. Es war nicht leicht, aber der Franz hat es doch geschafft.

Das Buch hat mir gut gefallen. Unterhaltsam und witzig, echt bayrisch

Alle Charaktere sind eigenartig und zum Schmunzeln. Und die Oma hat natürlich die Hose an. Was wäre die ganze Geschichte ohne die anziehende Kraft ihrer Kochkunst?

Außerdem ist Susi zum Franz zurück, was auch voll erfreulich erscheint, gell. Die beiden haben ein romantisches Entspannungswochenende verdient und werden es wohl genießen. Vielleicht hören wir bald von ihrer Hochzeit? Allerdings wurde eine Fortsetzung fast versprochen, das ist ja gut und freut uns treue Leser! Dann warten wir auf den vierten Franz’ Fall und auf die weiteren unschlagbaren Rezepte von der Oma.


 

Eckdaten:

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (17. November 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423248920
  • ISBN-13: 978-3423248921
Meine Bewertung: ****

 

 
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